Pasolini Songs

TIB

Teatro Instabile Berlino

...ah, ma l'erba soavemente delicata di un profumo che da gli spasimi, ah tu non fossi mai nata...

Ensemble

mit

Lucia Chiarla: Voice

Vito Cassano: Piano

 

Musikarrangement:

Vito Cassano, Lucia Chiarla

Assistenz: Nadja Grasselli

Regie: Manuela Naso

Pasolini Songs

Die Schläger des Poeten PPP

 

„San Remo: eine geistlose Dummheit!“ – So schimpfte Pier Paolo Pasolini in den 50er Jahren gegen das wichtigste Festival des italienischen Schlagers und schrieb eine Handvoll Lieder für Laura Betti, langjährige Weggefährtin und bevorzugte Schauspielerin, die 1960 uraufgeführt wurden.

 

Mit den eigens ausgewählten Chansons, die den Alltag einer Prostituierten in der römischen Vorstadt zeigen und die Parabel einer ausgegrenzten und zugleich begehrten Frau skizzieren, hat Teatro Instabile Berlino eine musikalische Produktion ins Leben gerufen, die den Ausgangspunkt für diese neue theatralische italienisch-deutsche Inszenierung bildet.

 

Leitmotiv ist die Gegenüberstellung des Alltagslebens der Prostituierten und ihrer Religiosität. Pasolini skizziert die Parabel der Frau, die „anders“ ist, als es die herrschende Moral verlangt: von der zum Scheiterhaufen verurteilten Hexe bis zu der heutzutage scheinheilig verbannten Prostituierten. Damit konzentrieren wir uns auf Pasolinis kontroverses Verhältnis zur Religion. Als parteiloser Marxist und ketzerischer Katholik steht er der Bourgeoise, der römischen Kirche und der regierenden Politik kritisch gegenüber. Durch diese Lieder zeigt uns Pasolini das Leben des einfachen Menschen, des Unterdrückten auf der Suche nach Trost, und versetzt ihn in die Sphäre des Erhabenen.

(C) Masa